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Dr. med. Judith Glöckner-Pagel
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Kinderpneumologin
Tel. 0941-600 90 888

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Corona Virus

Anlässlich der Corona-Virus Welle führen wir ab sofort einige Änderungen in der Praxisorganisation ein, um das Ansteckungsrisiko zu vermindern und Sie, Ihre Kinder und auch unser Personal noch besser zu schützen.

  • Bis auf Weiteres werden wir akute Infekte zeitlich von Routineterminen wie Vorsorgen, Lungenfunktionskontrollen etc. trennen. Zu diesem Zweck richten wir spezielle Zeiten für Infekte bzw. Akutpatienten ein. Und natürlich gibt es weiterhin die getrennten Wartezimmer.
  • Notfälle werden nach vorherigem Anruf weiterhin jederzeit behandelt.
  • Bitte nicht unangemeldet in die Praxis kommen, sondern vorher anrufen. Denken Sie bitte daran, darauf hinzuweisen, wenn Sie oder ein Angehöriger kürzlich in einem Risikogebiet waren oder im Umfeld ein Verdachtsfall besteht.
Akuttermine: 11:00 - 12:00
16:00 – 17:00

Weitere Informationen zum Corona Virus haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Corona Virus

Corona - bist a Depp

Info

Das neue Corona Virus breitet sich gerade in vielen Ländern weltweit aus und hat inzwischen auch Deutschland erreicht. Die Erkrankung ist, ähnlich wie auch die Grippe sehr ansteckend und die Symptome ähneln ebenfalls denen von Grippe und grippalen Infekten. Bei vielen Patienten bleibt die Erkrankung relativ gemäßigt, aber es gibt auch sehr schwere Verläufe und es hat bekanntermaßen auch Tote gegeben. D.h. es handelt sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, allerdings ist auch keine Panik angebracht. Die bisherigen Zahlen weisen darauf hin, dass Kinder sich wohl seltener infizieren und die Erkrankung bei ihnen mild verläuft. Todesfälle scheinen bei Kindern kaum vorzukommen.

Cornonaviren verbreiten sich als Tröpfcheninfektion, teils auch als Schmierinfektion. Entsprechend helfen die selben Dinge die auch zur Bekämpfung der Grippe und anderer ähnlicher Infekte sinnvoll sind. Mit ihrem persönlichen Verhalten können Sie helfen, die Krankheitsausbreitung einzudämmen:

Desinfektionsmittel sind für den Hausgebrauch nicht erforderlich und auch das Tragen eines Mundschutzes ist für die Normalbvevölkerung im Alltag nicht sinnvoll. Desinfektionsmittel kann dann sinnvoll sein, wenn Händewaschen nicht möglich ist (z.B. auf manchen Reisen). Die aktuell teils zu beobachtenden Pankikkäufe solcher Hilfsmittel sind nicht nur unnötig, sondern führen ggf. auch zu Engpässen in Bereichen, wo derartige Schutzmaßnahmen tatsächlich wichtig sind: Z.B. für Corona-Patienten (zum Schutz ihres Umfeldes), oder bei stark exponiertem medizinischem Personal in Kliniken und Praxen, wo verhindert werden muss, dass Infektionen an andere, möglicherweise vorerkrankte, Patienten weitergegeben werden. Eine Impfung gibt es, im Gegensatz zur Grippe, bisher nicht.

Aktuelle und seriöse Informationen finden Sie z.B. bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder beim Robert-Koch-Institut. Z.B. ist dieses Merkbatt zur Hygiene im Alltag zu empfehlen.

Seit einer Weile kursiert im Netz und in sozialen Medien eine Warnung vor Ibuprofen bei Corona-Patienten. Sie berufen sich auf ein Statement der WHO – das diese widerrufen hat. D.h. es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Ibuprofen bei Coronainfektionen ein Problem ist.


Patienten Geschichten

Das Corona Virus mag Ihnen als sehr abstrakte Angelegenheit vorkommen – wer kann sich schon genau vorstellen, was da auf uns zu kommt? Junge gesunde Menschen haben ein relativ geringes Risiko, aber für viele unserer Mitmenschen ist die Gefahr sehr viel größer, als andere. Einige davon, die ich persönlich kenne, möchte ich Ihnen hier vorstellen indem ich sie selbst zu Wort kommen lasse. Es geht nicht nur um jeden selbst, sondern uns alle. Helfen Sie mit diejenigen zu schützen, die es besonders brauchen!

Melissa (7 Jahre) & Sebastian (5 Jahre)

"Ich heiße Melissa und wohne mit meinen Eltern und meinen Geschwistern in der Nähe von Regensburg. Ich habe seit Geburt eine Fehlbildung an der Luftröhre und mein rechter Lungenflügel ist keiner, als normal. Durch die Medikamente komme ich meistens ganz gut zurecht, aber ich bekomme leicht Lungenentzündungen und Atemnot – dann geht es mir jedes mal sehr schlecht.

Für mich wäre eine Corona-Infektion eine wirklich schlimme Sache. Bitte seid vernünftig und helft mit, die Epidemie in den Griff zu kriegen! Ich finde es nämlich garnicht schön, wieder mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen zu werden."

"Und ich bin Sebastian! Ich bin Melissas Bruder und habe das Down-Syndrom. Aber das hindert mich normalerweise nicht daran, ein fröhlicher Junge zu sein. Ich habe zwar keine so großen Lungen-Probleme wie meine Schwester, aber auch ich bekomme schnell Bronchitis und wäre von Corona besonders betroffen. Wenn Ihr alle mitmacht, kriegen wir dieses Virus schon in den Griff."

Anna-Lena (3 Jahre)

"Hallo! Ich heiße Anna-Lena und hatte eine sehr seltene Tumorerkrankung an der Lunge. Diese wurde 2016 kurz nach meiner Geburt festgestellt. Es war eine sehr schwere Zeit für meine Familie und mich. Meine ersten Lebensmonate verbrachte ich auf der Intensivstation im Dr. von Hauner'schen Kinderspital in München, wo ich auf die Hilfe von Maschinen, Medikamenten, Ärzten und Schwestern angewiesen war. Ohne die Hilfe dieser Menschen und Hilfsmittel wäre ich heute nicht mehr hier. Deshalb unterstützt diese jetzt indem Ihr die Anweisungen von Fachärzten und Anordnungen unserer Politik ernst nehmt. Bitte nehmt das Corona-Virus nicht auf die leichte Schulter, denn für viele gesundheitlich vorbelastete Kinder, chronisch kranke Patienten, aber auch für ganz gesunde Personen kann es zu schweren Verläufen bis hin zum Tod kommen…. Wenn wir alle zusammenhalten, können wir vielleicht verhindern, dass unsere Krankenhäuser überfüllt sein werden, unser Gesundheitssystem zusammenbricht.

Erst wenn Du krank bist, erkennst Du, wie wertvoll es ist gesund zu sein."

Micky (15 Jahre)

"Ich bin Micky und seit zehn Jahren Herz-Lungen transplantiert. Seit fast drei Wochen sitze ich isoliert zu Hause, um mich zu schützen. Kein Besuch – nicht einmal von unserer engsten Familie. Das ist für uns die einzige Möglichkeit, irgendwie durch diese Krise zu kommen. Eine Corona-Infektion würde mich höchstwahrscheinlich umbringen und so bleibt mir nichts anderes übrig, als das sehr ernst zu nehmen. Natürlich ist es völlig klar, dass leider viele Menschen die Ernsthaftigkeit dieser Situation nicht verstehen oder sogar runterspielen. Die alle machen sich Sorgen um Klopapier! Wir machen uns Sorgen um Sauerstofflieferung und ob im Zweifelsfall die lebenswichtigen Medikamente und die intensivmedizinische Versorgung überhaupt noch gegeben ist."